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Förderverein Stadtmuseum erhält Kulturpreis 2018

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Kulturpreisverleihung an den Förderverein des Stadtmuseums. In der Mitte die Vorsitzende Helga Willer. (Foto R. Schädler)

Am Sonntag, den 8. Juli 2018 wurde in einer kleinen Feierstunde bei sommerlichen Temperaturen im Park der Villa Böhm die Kulturpreisverleihung 2018 gefeiert. In diesem Jahr ging der Preis des Stadtverbands für Kultur e.V. der Stadt Neustadt an der Weinstraße an den Förderverein Museum der Stadt Neustadt an der Weinstraße e.V. . Dieser Preis wird jährlich verliehen “für die engagierte und vorbildliche Kulturarbeit sowie herausragenden Verdienste um das Kulturleben der Stadt Neustadt”.

Neue Hinweistafeln werben für den Besuch in der Villa Böhm

neue Hinweistafeln Villa Böhm (Foto R. Schädler)
neue Hinweistafeln Villa Böhm (Foto R. Schädler)

Wer in diesen Tagen die Neustadter Villenstraße entlanggeht, bemerkt am oberen Zugang zur Villa Böhm drei große neue Metallschilder, die für die Attraktionen des städtischen Gebäudes werben und dessen Nutzer präsentieren.
Im Erdgeschoss ist das Stadtmuseum untergebracht, im Obergeschoss zeigt der Neustadter Kunstverein e. V. vier Mal im Jahr aktuelle Ausstellungen und den Park nutzt schon seit 50 Jahren die Neustadter Schauspielgruppe e. V. für sommerliche Open-Air-Aufführungen.
Auf Vorschlag von Wolfgang Glass, Vorsitzender des Kunstvereins, ersetzen diese drei stabilen Tafeln in identischer Größe die bisherige Werbung mit den Bannern des Stadtmuseums und des Kunstvereins an Masten, die einschließlich der Masten wegen der Witterungseinflüsse häufig repariert oder ersetzt werden mussten.
Die grafische Gestaltung nach Vorgabe der einzelnen Werbeträger übernahm das Unternehmen Kaisers Ideenreich aus Rhodt.
Für die Metallarbeiten sorgte die Neustadter Firma Metalldesign Justus Kann und die Druckarbeiten auf Edelstahlplatten führte die Firma Röpke-Druck aus Lachen-Speyerdorf aus.

Leihgaben aus dem Stadtmuseum bei der Landesausstellung in Trier

Mainz 4.4.2018

Kulturminister Wolf: Hambach und Trier sind historische Orte der europäischen Demokratiegeschichte

Ein historisches Gemälde vom Zug auf das Hambacher Schloss, eine Hambacher Schürze und zahlreiche Veröffentlichungen über das Hambacher Fest: All diese Objekte bereichern die am 5. Mai 2018 beginnende große Landesausstellung „Karl Marx 1818-1883. Leben.Werk.Zeit“ in Trier.

Kulturminister und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Hambacher Schloss Prof. Dr. Konrad Wolf übergab heute zusammen mit Oberbürgermeister Marc Weigel und dem Privatsammler Dr. Dieter Ante die bedeutenden Ausstellungstücke an die Karl Marx-Ausstellungsgesellschaft. Sie werden bis Oktober dieses Jahres in der Jubiläumsausstellung als Schauobjekte zum „Hambacher Fest“ und zur jungen europäischen Demokratiebewegung im 19. Jahrhundert dienen. Für die intellektuelle Entwicklung von Marx und die einer Generation von Oppositionellen war „Hambach“ mit seinen Folgen eine prägende Erfahrung.

„Hambach und Trier sind historische Orte der europäischen Demokratiegeschichte. Das ‚Hambacher Fest‘ von 1832 gilt als Wiege der Demokratie in Deutschland und war Teil einer gesamteuropäischen Bewegung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auf dieser fußt Karl Marx, der nicht nur demokratische Mitbestimmung und Freiheitsrechte sondern auch soziale Gerechtigkeit einfordert. Sein Kommunistisches Manifest von 1848, das heute immaterielles Kulturerbe der UNESCO ist, wäre ohne ‚Hambach‘ nicht denkbar“, macht Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf deutlich.

„Das Hambacher Fest spielt eine wichtige Rolle in unserer Ausstellung, denn sie zeigt den damaligen Zeitgeist, welcher Karl Marx sehr prägte“, ergänzt Prof. Dr. Beatrix Bouvier, wissenschaftliche Leitung der großen Landesaustellung in Trier.

Neben zahlreichen Schriften aus der Sammlung des Ludwigshafener Privatsammlers Dr. Dieter Ante trägt auch das Neustadter Stadtmuseum Villa Böhm mit Leihobjekten zur Bereicherung der Marx-Landesausstellung bei. So werden ein Gemälde, das den Zug auf das Hambacher Schloss zeigt, und eine schwarz-rot-goldene Schärpe aus Seidentaft aus dem Besitz des städtischen Museums gemeinsam mit der Mainzer „Plenar-Fahne“, einer originalen Hambacher schwarz-rot-goldenen Fahne, die bis zum Sanierungsbeginn im rheinland-pfälzischen Landtag zu sehen war, im Rheinischen Landesmuseum ausgestellt.

„Wir sind stolz und glücklich, dass sich das Hambacher Schloss auf Neustadter Gemarkung befindet und es ist schön zu sehen, wie Zeugnisse unserer Geschichte die Menschen auch heute noch vereinen“, so der Neustadter Oberbürgermeister Marc Weigel. „Für uns stand es außer Frage, dass wir zu der Vielfältigkeit der Karl-Marx-Ausstellung beitragen und überlassen der Stadt Trier die Exponate sehr gerne. Ich wünsche den Organisatoren eine erfolgreiche Veranstaltung und viele begeisterte Besucherinnen und Besucher. Ich selbst werde ebenfalls gerne kommen.“

„Rheinland-Pfalz kann sich einer bedeutenden demokratischen Tradition rühmen. Mit der Mainzer Republik von 1793, dem Hambacher Fest 1832 und dem Trierer Geburtsort von Karl Marx gingen von unserem Land wesentliche Impulse aus, ein soziales und demokratisches Deutschland zu formen. Ich danke den Beteiligten – insbesondere Dr. Dieter Ante, der Stadt Neustadt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung Hambacher Schloss – für ihre Bereitschaft, die wertvollen Ausstellungsstücke der Trierer Jubiläumsausstellung als Leihgabe zu überlassen und damit zu einem hoffentlich großen Museumserfolg in Deutschland beizutragen“, so Wolf abschließend.

Verantwortlich (i.S.d.P.): Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Markus Nöhl, Pressesprecher