Aktuelle Ausstellungen

Ausstellung “Neustadter Firmen und Geschäfte anno dazumal – Eine Auswahl”

Eine neue stadtgeschichtliche Sonderausstellung ist seit Freitag, 17. März 2017 im Stadtmuseum Villa Böhm zu sehen: Die Ausstellung „Neustadter Firmen und Geschäfte anno dazumal“ präsentiert eine Auswahl alteingesessener Firmen und Betriebe aus der Zeit des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Die Besucher der Ausstellung können sich auf eine nostalgische Zeitreise in die Neustadter Geschäftswelt begeben. Das 19. Jahrhundert war die Zeit der großen Fabriken und Firmengründungen. Zu nennen sind hier beispielsweise die Firmen Heid & Co., Mußbach-Metall, Ibag und die Teigwarenfabrik Mack. Der Speyerbach war bestens geeignet, dass sich neben der Papierproduktion (u.a. Papierfabrik Knoeckel) auch die Tuchherstellung in Neustadt ansiedelte (Tuchfabrik Oehlert). Mittelständische Unternehmen wie die Trikotwarenfabrik Friedrich Helfferich (gegr. 1852) und die Mechanische Trikotwarenfabrik Jean Beugel (gegr. 1891) produzierten in Neustadt hochwertige Unterbekleidung.

Auf mehr als 15 Wandtafeln und durch über 100 Schauobjekte werden Neustadter Firmen und Geschäfte und ihre meist wechselvolle Geschichte von ihrer Gründung, über die Zeit der beiden Weltkriege bis hin zu ihrer Schließung bzw. zum Abriss des Fabrik- oder Geschäftsgebäudes vorgestellt – nur wenige Betriebe existieren bis in heutige Zeit.

Aussagekräftig sind die historischen Firmen-Briefköpfe aus der Sammlung des Stadtarchivs. Diese grafisch aufwendig gestalteten Blätter tragen das Firmenlogo und geben das Firmenanwesen in kunstvollen Zeichnungen und werbetechnisch leicht übersteigerten Dimensionen wider.

Firmenschilder, alte Kassen- und Auftragsbücher, Visitenkarten und Werbeanzeigen aus der damaligen Tagespresse oder Adressbüchern belegen die Neustadter Geschäftswelt anno dazumal. Nostalgische Waren wie z.B. das Trikotunterkleid für die Dame (Fa. Beugel), der elegante Chapeau Claque (Fa. Schönig-Scheppler), der immer noch perfekt funktioniert, der filigrane Elfenbeinschmuck hergestellt vom Elfenbeinschnitzer Johann Carl Kreuder oder die stabile Milchkanne aus Aluminium (Deutsche Metallwerke „Demeta“) überzeugen von der Qualität der in Neustadt hergestellten Produkte. Historische Fotografien zeigen Außen- und Innenansichten von Fabriken und Einkaufsläden und geben Einblicke in den damaligen Arbeitsalltag. Die Ausstellung ermöglicht einen Streifzug durch die Neustadter Geschäftswelt und stellt eine Auswahl von großen und kleinen Firmen, Handwerksbetrieben und Einzelhandelsgeschäften wie Bekleidungs-, Geschirr- und Kolonialwarenläden etc. vor.

Die liebevoll zusammengestellten Objekte stammen zum Großteil aus Museums- und Archivbestand. Durch private Überlassungen in den letzten Jahren stehen einige schöne, seltene, aber auch ausgefallene Exponate für die Ausstellung zur Verfügung. Zu nennen sei hier beispielhaft eine Karaffe mit eingelegten Früchten aus der Zeit um die Jahrhundertwende von der Konservenfabrik Faller. Aber auch private Leihgaben bereichern die Ausstellung, wie zum Beispiel Original-Utensilien aus dem Bestand der Fridericus-Drogerie.

Die Ausstellung ist bis zum 3. September 2017 im Stadtmuseum Villa Böhm (Villenstraße 16 b / Maximilianstraße 25, 67433 Neustadt an der Weinstraße) zu sehen.

Die Öffnungszeiten sind: Mittwoch und Freitag von 16 bis 18 Uhr und Samstag und Sonntag von 11 bis 13 Uhr bzw. von 15 bis 18 Uhr. Informationen gibt es unter der Telefonnummer der Museumsverwaltung 06321/855-540 (Mo.-Fr.).

 Ausstellung “100 Jahre Ludwig Fellner: Meine Welt ist voller Farben”

Das Museum der Stadt Neustadt an der Weinstraße zeigt in diesem Jahr eine Retrospektive des Malers Ludwig Fellner. Es waren die dunkelsten Zeiten im Leben von Ludwig Fellner, als er in Krieg und Kriegsgefangenschaft Ablenkung und Erfüllung in der Malerei fand. Sie half ihm, in eine andere Welt voller Licht und Farbe einzutauchen. Die Malerei sollte zu einer lebenslangen Leidenschaft werden, gepaart mit Neugier auf Fremdes und Begeisterung für die Natur und Landschaft.
Der Weltbürger und Weltenbummler fand in der Pfalz eine neue Heimat. Nach anfänglichen Jahren des Suchens widmete Ludwig Fellner sein Leben ab den frühen 1950er Jahren kompromisslos der Malerei – unabhängig und voller Leidenschaft. Er sah die Welt in seinen Bildern. Mit leichten, fließenden Farben entstanden Impressionen voller Leuchtkraft aus Licht, Architektur und Natur.
Diese Ausstellung des 1917 geborenen und 2006 verstorbenen Künstlers gibt einen Überblick über sein Lebenswerk mit vielen selten gezeigten Werken und zahlreichen Leihgaben aus Privatbesitz.
Eine Woche später, 1. April 2017, öffnet das Weinstraßenatelier in Königsbach seine Türen in die neue Saison. Eine sehr schöne Gelegenheit, beide Präsentationen miteinander zu verbinden – morgens in die Villa und nachmittags ins Atelier und bei Kaffee und Kuchen entspannen und Kunst genießen.

Die Ausstellung ist bis zum 24. April 2017 im Obergeschoss der Villa Böhm (Villenstraße 16 b / Maximilianstraße 25, 67433 Neustadt an der Weinstraße) zu sehen.

Die Öffnungszeiten sind: Mittwoch und Freitag von 16 bis 18 Uhr und Samstag und Sonntag von 11 bis 13 Uhr bzw. von 15 bis 18 Uhr. (auch am Karfreitag, den 14.4.2017, von 16 bis 18 Uhr und Ostersonntag, den 16.4.2017, von 11 bis 13 und 15 bis 18 Uhr). Informationen gibt es unter der Telefonnummer der Museumsverwaltung 06321/855-540 (Mo.-Fr.).